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Zertifizierte organspezifische Krebszentren und Tumorzentren
Um die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern, werden seit 2003 organspezifische Krebszentren (Brustzentren, Darmzentren usw.), seit 2008 auch Onkologische Zentren gebildet. Diese müssen für die Zertifizierung bestimmte fachliche und organisatorische Bedingungen erfüllen. Diese sogenannten Zertifizierungsbedingungen werden von der Deutschen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachgesellschaften festlegt, Ihre Einhaltung wird in einem Zertifizierungsverfahren regelmäßig überprüft Neben bestimmten fachlichen Anforderungen, z.B. Nachweis einer Mindestanzahl von Behandlungsfällen pro Jahr, müssen zertifizierte Zentren auch in der Organisation der Behandlungsabläufe besondere Bedingungen erfüllen: - Die Klinik hat eine zentrale Zugangsstelle für die Patienten, von der aus die weitere Behandlung koordiniert wird.
- Die individuelle Therapiefestsetzung erfolgt in sogenannten Tumorkonferenzen („Tumor-Boards“), an denen Vertreter aller Fachdisziplinen (wie Chirurgie, Onkologie, Radiologie,) teilnehmen, die an der Behandlung beteiligt sind. Auch niedergelassene Ärzte (Onkologen) werden einbezogen.
- Angebote für die professionelle psychosoziale Unterstützung unter Einbeziehung von Unterstützungsmöglichkeiten der Krebs-Selbsthilfeorganisationen sind Bestandteil des Behandlungskonzeptes.
- Es gibt eine institutionalisierte Zusammenarbeit mit Rehakliniken, niedergelassenen Ärzten und sonstigen in die Behandlung einbezogenen Therapeuten (z.B. Physiotherapeuten). Diese bildet die Voraussetzung für eine konsequente Fortsetzung therapeutischer Maßnahmen sowie für die längerfristige Beobachtung ihres Verlaufs.
Die zur Zeit von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Zentren sind unter www.onkoscout.de zu finden.
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